Bundespräsident ade – Die Worte sind wieder da.

7. Juni 2010 at 17:25 (Politik) (, , , , , , , , )

Nun ist es 7 Tage her, das Horst Köhler von seinen Amt als Bundespräsident zurück trat. Mir fehlten die Worte und was ich davon halten sollte war mir auch nicht so ganz klar. Ich Verstand auch nicht so recht wieso, weshalb und warum überhaupt?
Die Kritik um die es ging, ist an mir ganz und gar vorbei gegangen, was ich dann aber nachholte. Um die besagte Aussage um die es ging: die kann man missverstehen (muß man aber nicht), sie ist vielleicht auch nicht vortrefflich formuliert, doch die Kritik ist meines Erachtens um einiges über das Ziel hinausgeschossen, ob nun SPD, Grüne, Linke, Medien oder Blogger, doch vor allem von Herrn Jürgen Trittin, den ich als einer der besten Politiker, im Bundestag, sehr schätze, bin ich maßlos enttäuscht.
Den Bundespräsidentin (jetzt a.D.) Horst Köhler vorzuwerfen das er mit der Außenpolitiker nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetz stünde, entzieht sich jeglicher Vernunft. Horst Köhler, ist meines Erachtens, dem Amt des Bundespräsident mehr als gerecht geworden, ich rechne es ihm hoch an das er nie sparsam mit der Kritik an seine eignen Zunft und Partei war, das er nicht jedes Bundesgesetz blindlings unterschrieb, im wissen das sie nicht mit unser Verfassung vereinbar war und das obwohl seine Kompetenzen doch eher bei den Finanzen und der Wirtschaft liegen. Doch das was man ihm vorwarf ging zu weit und ja, Herr Köhler hat Recht die Kritik schadete dem Amt, hier wurde eine rot Linie überschritten und am liebsten hätte ich Herrn Trittin als er nach dem Rücktritt auf dessen geäußerte Kritik angesprochen wurde, entgegen gebrüllt „Halt einfach jetzt mal deinen Mund!“ und übe dich in Demut.
Aber ich bin auch von Herrn Köhler sehr enttäuscht, ja ich fühle mich von ihm im Stich gelassen und sehe den Rücktritt als großeren schaden für das Amt des Bundespräsidenten. Hätte es hier nicht eine andere Lösung gegeben?
Der nachfolgende Wettstreit der Medien war auch unerträglich. Ich weiß nicht wie lange es gedauert hat, als die Meldung raus war, um nach dessen NachfolgerIn, immer wieder bohrend nach zu fragen. Vor allem, bei der Personale die gehandelt wurde. Bitte wer hat denn ernsthaft Frau Ursula von der Leyen als neue Bundespräsidentin in Betracht gezogen, vorgeschlagen oder sehen wollen? Die Frau, die einen populistischen Wahlkampf auf untersten Niveau führte, die Computer Affine Menschen als schwer Pädokrimiell bezeichnet (das ist Beleidigend und Verleumderisch), ist eines Amtes von solchen Format nicht würdige. Genauso wenig jemand der unser Grundgesetz ungeachtet torpediert und versuchte es aus zu höhlen, wie Herr Wolfgang Schäuble. Der unverfroren den deutschen Bundestag wegen einer 100.000 DM Schwarz-Geld-Spende an log. Solche Leute sind für uns als Minister schon Strafe genug, doch im höchsten Amt untragbar. Es braucht einen Menschen von Format, mit Charakter, der über der Tagespolitik steht, eine moralische Instanz ist, ein Leuchtturm für die Menschen unseres Landes und nicht ein schwarzes Loch wie es Frau Lyen oder Herr Schäuble sind.

Wobei ich dann auch bei den Kandidaten angekommen bin. War ich doch schon sehr erleichtert das es nicht einer der beiden obigen sein sollte. Doch mit Herrn Wulff ist der Dreier Koalition nicht der große Wurf gelungen, dafür aber der SPD und den Grünen um zu mehr, an Herrn Gauck habe nun gar nicht gedacht. Mir schwebten dann doch eher Politiker wie Herr Klaus Töpfer, Frau Rita Süssmuth oder Herr Hans-Jürgen Papier vor. Die sich aber alle, mit weiten Abstand hinter, der von mir hochgeschätzten und Ehrenhafte Frau Jutta Limbach (bekomme ich immer ganz feuchte Augen), anstellen können.

Jetzt weiß ich nun nicht, ob ich hoffen soll das Herr Gauck gewinnen soll oder nicht, weil das wäre dann nämlich das nächste Erdbeben das die Dreier Koalition erschüttert. Denn die Schadenfreude ist mir bei unserer Lage wirklich vergangen. Doch irgendwie habe ich je so meine Zweifel ob schwarz/blau/gelb so recht zusammen passen. Mir kommt es so vor als wenn schwarz/blauen mit den roten viel mehr schnitt mengen haben als mit den gelben. Das aber ist nun ein ganz anderes Thema und ich bin froh das ich doch noch den Artikel fertig stellen konnte, habe ich mich doch die letzten drei Tage sehr schwer getan. Zwar hatte ich mir bewusst Zeit gelassen, um erst mal nach zu denken, doch dann den Zeitpunkt zum schreiben verpaßt.

Zu guter letzt, die LinksPartei hat einen an der Waffel, das sie Herrn Gauck nicht wählen will, das spricht dann aber Bände.

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